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FHEM Tablet UI (FTUI) Anleitung Konfiguration

Seit Januar 2017 gibt es die Tablet UI in der Version 2.5. Da ich noch ein 7″ Lenovo Tablet (A7-40) Tablet habe war klar, dass ich die Tablet UI mal ausprobieren musste.

Bei FTUI handelt es sich um ein Frontend Framework basierend auf HTML CSS und Java Script. Die Oberfläche ist mit relativ einfachen HTML Code konfigurierbar. Ich betreibe die FTUI mit auf dem FHEM Raspberry.
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Automatisierung der Rolladen mit FHEM-ELV FS20 RSU-2

Als Bestandteil meiner Hausautomatisierung habe ich mich mit Unterputz Funk-Rolladenschaltern beschäftigt. Dabei habe ich mich für die FS20 RSU-2 Aktoren Entschieden.

(http://www.elv.de/elv-fs20-funk-rollladenaktor-fuer-markenschalter-1fach-unterputzmontage-fs20-rsu-2.html)

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Das ausschlaggebende Argument für den Kauf war die weiterhin manuelle Schaltung. Der bisher verbaute Unterputzschalter wird durch den neuen ersetzt und mit dem entsprechenden Installationsadapter des Schalterprogramm bestückt. Ein meinem Fall handelt es sich um ein Berker Set. Was wird also benötigt?

Für jeden Rolladenschalter eine Unterputzdose (Stück 49,95€)+ die Installationsadapter, welche im 3er Set für 2,95€ erhältlich sind.

Angesteuert werden die Aktoren per CUL. In FHEM wird der Aktor wie folgt definiert, Dem Gerät wird in der fhem.cfg ein Haus- und Gerätecode zugewiesen:

define RolloWohn FS20 xxxx xx
attr RolloWohn IODev CUL1

Jetzt wird der Aktor angelernt, dazu wird er in den ensprechenden Modus versetzt. Dafür wird der Schalter „Config“ am Aktor betätigt. Durch blinken der LED wird der „Anlernmodus“ bestätigt. Jetzt wird per FHEM geschaltet und der Aktor merkt sich das Single inklusive seines Geräte und Hauscodes. Jetzt lassen sich die Rolladen per FHEM Schalten.

Eine Zeitschaltung per DOIF kann z.B so aussehen, wobei die Syntax selbsterklärend ist. [23:45|0] steht für die Uhrzeit und den Wochentag[23:45|0] beginnend bei 0 für den Sonntag:

define di_RolloWTrunter DOIF ([23:45|0] or [23:45|1] or [23:45|2] or [23:45|3] or [23:45|4] or [23:45|5] or [23:45|6]) (set RolloWohn on)

Bei Interesse lade ich gerne weiter Schalbeispiele hoch.

Die Rolladenschalter habe ich in meine Floorplan integriert.

blog

 

In der fhem.cfg sieht es wie folgt aus:

define RolloWohn FS20 xxxx xx
attr RolloWohn IODev CUL1
attr RolloWohn devStateIcon on:fts_shutter_100 off:fts_window_2w Down:fts_shutter_100 Up:fts_window_2w
attr RolloWohn eventMap on:Down off:Up
attr RolloWohn fp_Grundriss 369,178,5,,
attr RolloWohn webCmd Down:Up

Mit „eventMap“ benenne ich on/off nach Down/Up um.
Mit „webCmd Down:Up“ werden diese Befehle schaltbar.
Mit „devStateIcon“ lege ich das Anzeigebild für den Status fest.

Floorplan Hausautomatisierung FHEM Raspberry Pi 2

Wie in meine vorherigen Beitrag beschrieben lass sich auf der Weboberfläche von FHEM mit Hilfe vieler Module mehr und mehr Informationen und Funktionen sammelen. Diese möchte man natürlich zentral und optisch hübsch steuern. Um eine schöne grafische Oberfläche zur Verfügung zu stellen habe ich mich mit dem FHEM Modul „FLOORPLAN“ beschäftigt. http://www.fhemwiki.de/wiki/FLOORPLAN

Das kann dann wie folgt aussehen:
Floor
Für FLOORPLAN gibt es eine kurze Dokumentation: http://sourceforge.net/p/fhem/code/HEAD/tree/trunk/fhem/docs/fhem-floorplan-installation-guide_de.pdf

Mit Hilfe von Sweet Home 3D habe ich meine Wohnung nachgebaut und in FLOORPLAN als Hintergrund definiert. Per Drag&Drog lassen sich nun zuvor definierte Ausgaben der Module auf der Grafik verteilen. Die Lampen können ein- und ausgeschaltet werden. Der Fernseher und die Spielekonsole können per gestartet und heruntergefahren werden.

Mit dem Anwesnheitserkennungs Modul PRESENCE, welches z.B per lan-ping oder Bluetooth Verbindung meines Smartphones erkennen kann ob ich mich in meiner Wohnung befinde, kann ich verschiedene Events steuern. Zum Beispiel sollen alle Geräte ausgeschaltet werden sobald ich meine Wohnung verlasse.

Was steht als nächstes auf dem Plan?

Mit Hilfe des CULs und dem FS20 Funk-Rolladenschalter werden ich meine elektrischen Rolladen in Abhängigkeiten steuern (Sonnenaufgang-Sonnenuntergang).

Außerdem werde ich meine LED Beleuchtungen in der Decke mit Bewegungs und/oder Türkontakt Sensoren steuern. Interessant scheinen mir auch Verknüpfungen wie z.B die LED Beleuchtung runter zu dimmen sobald an meinem XBMC Mediacenter „Play“ gedrückt wird und diese bei „Stop/Pause“ wieder hoch dimmen zu lassen.

Außerdem sind Verknüpfte Assets denkbar wie ein „Kino-Modus“. Bei dem Start eines Films aus der Mediathek wird die Anlage aufgedreht, das Licht gedimmt und die Rolladen runtergefahren.

Mit einem Helligkeitssensor und/oder einem Temperatursensor können die Rolladen bei einer definierten Temperatur z.B im Hochsommer automatisch runterfahren.

Bei FHEM sind in der realisierung kaum Grenzen gesetzt. Über meine Fortschritte werden ich bei Zeiten weiter berichten.

Hausautomatisierung mit FHEM auf einem Raspberry Pi 2

In der letzten Woche habe ich mich mit Möglichkeiten der Hausautomatisierung beschäftigt. Durch einen Arbeitskollegen bin ich auf FHEM aufmerksam geworden. Was ist FHEM?

FHEM ist ein in perl geschriebener, GPL lizensierter Server für die Heimautomatisierung. Man kann mit FHEM häufig auftretende Aufgaben automatisieren, wie z.Bsp. Lampen / Rollladen / Heizung / usw. schalten, oder Ereignisse wie Temperatur / Feuchtigkeit / Stromverbrauch protokollieren und visualisieren.

Für eine Hausautomatisierung wird ein 24/7 Rechner benötigt. Wie man sich vorstellen kann ist der Raspberry Pi wie dafür gemacht.

Als Basis verwende ich Rasbian, welches ich bequem über den NOOBS Web-installer installiert auf dem RPi installiert habe. Für die Installation von FHEM benötigt man lediglich ein paar Kenntnisse auf der UNIX Konsole. Eine detailierte Anleitung findet ihr im FHEM Wiki (http://www.fhemwiki.de/wiki/Raspberry_Pi), hier das wichtigste:

sudo apt-get install perl libdevice-serialport-perl
sudo apt-get install libio-socket-ssl-perl
wget  http://fhem.de/fhem-5.6.deb
sudo dpkg -i fhem-X.Y.deb
sudo apt-get install -f

Einige Pakete habe ich sofort zusätzlich installiert:

sudo apt-get install etherwake

Etherwake um bequem per Wake on LAN Geräte zu starten.

sudo apt-get install samba cifs-utils

Samba-Server um das FHEM Verzeichnis per SMB freizugeben

apt-get install libjson-perl

Perl JSON wird von vielen Modulen im FHEM gebraucht

FHEM ist jetzt über die Weboberfläche auf Port 8083 erreichbar. 192.168.x.x:8083

Zum Einstieg sollte man sich die gut 100 Seiten PDF „FHEM für Einsteiger“ anschauen, die Bibel des FHEM würde ich fast sagen. (http://fhem.de/Heimautomatisierung-mit-fhem.pdf) Diese Dokumentation ist optimal um sich einen Überblick bzg. FHEM zu verschaffen.

Jetzt stand man an dem Punkt sich für ein oder mehrere Gateways zu entscheiden. Gateway sind sozusagen Funkmodule in Form von USB-Geräte über welche der RPi Geräte steuern kann. Dazu kann ich einen klasse Artikel von meintechblog.de empfehlen. (http://www.meintechblog.de/2015/02/fhem-welches-gateway-fuer-welches-system/) Dort wird sehr übersichtlich aufgelistet welche Geräte und vorallem welche Art der Geräte sich mit welchem Gateway steuern lassen.

Was braucht man also?
Einen CUL !

IMG_9953

Der CUL sendet und Empfängt auf 868 MHz und kann sogar kurzzeitig auf 433 MHz schalten um zu senden. Mit dem CUL sind einem kaum Grenzen gesetzt. Der CUL kann in einem von drei Modis arbeiten: SlowRF, HomeMatic und MAX.

SlowRF –  deckt dabei eine große Masse an Geräten ab.
HomeMatic – steuert aussschließlich HomeMatic Geräte.
MAX – steuert ausschließlich MAX Geräte.

Der CUL ist über Busware zu beziehen http://shop.busware.de/product_info.php/products_id/29.

An dieser Stelle möchte ich auf eine Grafik aus dem Artikel von meintechblog.de verweisen.

CUL-Table-550x526Da es mein Ziel ist ein möglichst preiswertes System auf die Beine zu stellen habe ich mich für den CUL im ClowRF Modus entschieden, so kann ich viele Geräte unterschiedlicher Hersteller integrieren und kann die Preise der Hersteller vergleichen.

Die ersten Schritte!

Der CUL ist da!

FullSizeRender
Der CUL kommt sozusagen „Doof“ also ohne Firmware. Die Firmware muss also zuerst auf den CUL geflash werden. Dafür gibt es folgende Anleitung aus dem FHEM WIKI (http://www.fhemwiki.de/wiki/CUL_am_Raspberry_Pi_flashen). Ich konnte den CUL so ohne Probleme und innerhalb weniger Minuten erfolgreich flashen.

Jetzt sollten die ersten Geräte gesteuert werden. Als erster Schritt habe ich mir 3 Funksteckdosen von Intertechno zugelegt (15€ bei Amazon oder in jedem Baumarkt). Nach der Anleitung aus dem FHEM WIKI wurden die Codes per DIP-Schalter belegt und in FHEM eingerichtet. (http://www.fhemwiki.de/wiki/Intertechno_Code_Berechnung)

FHEM Konfigurieren!

Wie in der FHEM Dokumentation sehr schon beschrieben gibt es eine zentrale Konfigurationsdatei in FHEM, die „fhem.cfg“. In dieser Konfigurationsdatei werden alle Module in FHEM definiert und beschreibenden Attributen versehen.
FHEM ist Modular aufgebaut und kann so ständig durch weitere Module erweitert werden. Die aktuell verfügbaren Module können in der Command Reference eingesehen werden (http://fhem.de/commandref_DE.html)

Dort wird auch beschrieben wie diese Module definiert und konfiguriert werden. Es folgt ein kurzes Beispiel anhand der Intertechno Funksteckdosen. Wir rufen das Modul Intertechno „IT“ auf (http://fhem.de/commandref_DE.html#IT)

In der fhem.cfg werden folgende Zeilen eingetragen:

define Lampe1 IT FFFFFFF00F 11 1

define – definiert ein neues Objekt
Lampe1 – ist der Name des Objekts
IT – ist das Intertechno Modul
FFFFFFF00F 11 1 –  Der Code, welcher per DIP eingestellt wird

Um die Steckdose steuern zu können benötigt unser definiertes Objekt jetzt noch beschreibende Attribute. Deshalb wird in der fhem.cfg folges ergänzt:

define Lampe1 IT FFFFFFF00F 11 1
attr Lampe1 IODev CUL1

attr – Ein Attribut wird erstellt
Lampe1 – ist der Name des Objekts
IODev – Bezeichnet das Gateway
CUL1 – Names des Gateways

Auf der Weboberfläche erscheinen jetzt unter dem Modul IT alle mit IT definierten Geräte. Diese können jetzt mit on/off geschaltet werden.

it
Temperaturen überwachen!

Um Temperaturen möglichste preiswert zu überwachen habe ich mich für ein weiteres Gateway, den Jeelink, entschieden. Mit dem Jeelink lassen die die äußerst preiswerten LaCrosse Geräte auslesen (Temperatur und Luftfeuchtigkeit). In dem LaCrosse Modus lassen sich zusätzlich die Funk Energiemessdosen EMT7110 auslesen

Alternativ kann der Jeelink in einem anderem Modus Funk Energiemessdosen PCA301 oderEnergy Count 3000 auslesen.

jeelink-top_large

Der Jeelink kommt aus England und ist über http://www.digitalsmarties.net/products/jeelink zu beziehen.

Ich habe drei Temperatur und Feuchtigkeitensensoren „TX 35 DTH-IT“ mit dem Jeelink verbunden. Dazu ein interessanter Artikel von moneybag.de.
http://blog.moneybag.de/fhem-guenstige-temperatur-und-luftfeuchte-sensoren-von-lacrosse/

Das Ergebnis in Form eines gplots sieht dann auf der Weboberfläche wie folgt aus:
tx
Wetterdaten!

Mit hilfe des Weather Moduls konnte ich über Yahoo das Wetter einbinden. http://fhem.de/commandref_DE.html#Weather

wetter
Die Daten fließen jetzt alle auf der Weboberfläche zusammen. Zur Visualisierung geht es im nächsten Teil.